Warenkorb Bestellformular Über den Verlag Kontakt AGB Impressum Sitemap Email Home
>> Publikationen
Neuerscheinungen
Philosophie/Politikwissenschaft
Recht
Theologie/Religionswissenschaft
Pädagogik/Soziologie
Psychologie
Orientalistik
Literaturwissenschaft
Kunst/Altertumswissenschaft
Informations-/Bibliothekswissenschaften
Varia



-› ISBN 978-389913585-5

Um ein Buch in den Warenkorb zu legen, geben Sie bitte die gewünschte Anzahl ein und drücken Sie den Knopf mit der Aufschrift "Bestellen".


PDF Inhaltsverzeichnis / Table of Contents
PDF Volltextsuche / Full-text search

Klassische Moderne

Band 4
Gottstein, Michael
Felix Salten (1869-1945).
Ein Schriftsteller der Wiener Moderne

2007. 308 S. - 170 x 240 mm. Kartoniert

Felix Salten (1869-1945) gehörte dem Dichterkreis des Jungen Wien an und zählte als Journalist und Theaterkritiker zu den prominenten Persönlichkeiten des Wiener Kulturlebens. Obwohl der mutmaßlich von ihm verfasste Skandalroman "Josefine Mutzenbacher" sowie sein "Bambi"-Roman weithin bekannt sind, ist sein sonstiges literarisches Schaffen in Vergessenheit geraten. Diese Arbeit versucht, den Entwicklungsgang Felix Saltens vom Avantgardisten des Jungen Wien zum routinierten Verfasser von Tiergeschichten nachzuzeichnen. Zwischen 1890 und 1900 orientierte sich Salten stark am Ästhetizismus sowie der Literatur der Décadence und entwickelte literarische Techniken zur Subjektivierung des Erzählens. Nach der Jahrhundertwende nahm er eine zunehmend kritische Haltung zum Dandysmus, zur Décadence und zum l’art-pour-l’art-Prinzip ein und propagierte statt dessen eine Kunst, die das Leben feiert und überhöht, anstatt sich selbstverliebt von ihm abzukapseln. In ähnlicher Weise drückte Salten seine Bewunderung für die zivilisatorischen und kulturellen Errungenschaften der Doppelmonarchie und ihre Fähigkeit zur ästhetischen Selbstinszenierung aus. Andererseits kritisierte er das Festhalten am habsburgischen Mythos immer dann, wenn dies zur Wirklichkeitsverkennung führt. Wegen der Erfahrung des Nationalsozialismus und des Weltkrieges bezog Salten in seinem Spätwerk eine kulturpessimistische Position. In seinen im Zürcher Exil entstandenen Tiergeschichten zeichnete er die Natur als Kontrast zu einer nur noch als destruktiv empfundenen Zivilisation. Seine Hinwendung zum Zionismus wird hier als Versuch Saltens gewertet, die im Zuge der Moderne brüchig gewordenen Gewissheiten, Bindungen und Identitäten zu rekonstruieren.

Einzelpreis:
inkl. MwSt. / zzgl. Versandkosten
VAT encluded / plus delivery charges
 
Menge:
   
       
     



Ergon Newsletter
Reihen und Herausgeber
Wissenschaftlich publizieren  
Links
Downloads  
 
>> News

Gesamtverzeichnis
Neuerscheinungen 2012
Orientalistik
Sozialwissenschaften