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-› ISBN 978-3-89913-657-9

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Studien zur Phänomenologie und praktischen Philosophie

Band 8
d'Alfonso, Matteo Vincenzo
Schopenhauers Kollegnachschriften der Metaphysik- und Psychologievorlesungen von G. E. Schulze (Göttingen, 1810-11)
2008. 200 S. - 170 x 240 mm. Festeinband

Schopenhauer sortierte seine gesamte Handschriften und ließ sie in 23 geordneten Bänden binden, bevor er sie seinem "Apostel" Frauenstädt anvertraute. Die ersten sechs voluminösen Bände dieser Manuskriptedition bestehen ausschließlich aus Kollegnachschriften aus seiner Studienzeit. Was von diesen Manuskriptbänden schon ediert wurde, ist allerdings nur ein winziger Teil.
Von 1810 bis 1811 hatte Schopenhauer an der Universität zu Göttingen drei philosophische Collegia von Gottlob Ernst Schulze besucht. Der Wert seiner Nachschriften der Metaphysik- und Psychologievorlesungen ergibt sich zunächst allein aus der Biographie des Philosophen. Denn gerade auf Anregung Schulzes gab Schopenhauer die medizinische Fakultät zugunsten der philosophischen preis. Dank seiner Veröffentlichung ist es nun möglich, genau zu wissen, was er von der lebendigen Stimme seines Lehrers lernte. Darüber hinaus befinden sich hier aber auch die unentbehrlichen Vorkenntnisse für die Analyse der Position Schopenhauers gegenüber dem deutschen Idealismus. Denn die Positionen Kants, Fichtes und Schellings wurden ihm zuerst durch Schulze vermittelt. Diese Edition stellt also in idealer Weise die Mittel zur Verfügung für das Verständnis der Form des eigenständigen Weges, den sich Schopenhauer durch die post-kantsche Debatte zu bahnen versuchte.

"Die Hübscher-Edition ist Schopenhauer-zentriert; sie wirkt zugleich polemischer, wie es dem Temperament Schopenhauers entspricht. Die neue Edition wird auch dem gerecht. Sie bietet die Rede vor der Gegenrede, ja sie rückt den Schopenhauer vorgegebenen Text in den Vordergrund. Sie kontextualisiert und historisiert Schopenhauer und gestattet es, seine universitäre Bildung und die Quellen seiner Auseinandersetzung mit Kant und dem deutschen Idealismus zu rekonstruieren. Sie zeigt, aus welchen Bezügen der künftige Autor der "Welt als Wille und Vorstellung" lebt und mit welchen Autoritäten er sich auseinandersetzt, kritisch und bei aller Schärfe der Debatte doch respektvoll." (Neue Zürcher Zeitung vom 2./3. Mai 2009)

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