-› ISBN 978-3-89913-331-8 To put a book into the basket simply fill in the number of copies you wish to order and click the button labeled 'Order'.
Inhaltsverzeichnis / Table of Contents
Ex Oriente Lux. Rezeptionen und Exegesen als TraditionskritikBand 3 Gumpert, Gregor Lust an der Tora Lektüren des ersten Psalms im 20. Jahrhundert 2004. 181 S. - 170 x 240 mm. Kartoniert
Wie läßt sich literaturwissenschaftlich über biblische Texte arbeiten? Wie soll sich die Arbeit vollziehen, um zu einem angemessenen Verständnis ihres Gegenstands zu gelangen? Welche Richtlinien geben die Schriften selbst vor? In welches Verhältnis setzt sich die literaturwissenschaftliche Reflexion zu solchen Vorgaben? Kann sie an ältere Auslegungstraditionen anknüpfen und diese für ihre eigene Praxis fruchtbar machen?Diese Fragen werden im Gang des Buches an den Psalmen der hebräischen Bibel, beispielhaft an Psalm 1, und an deren übersetzerischer und kommentierender Deutung im 20. Jahrhundert verhandelt. Leitend ist ein hermeneutisches Interesse: die Intention auf eine Grundlegung des literaturwissenschaftlichen Verstehens biblischer Rede. Das Buch führt an ein Modell literaturwissenschaftlicher Bibelanalyse heran, das wesentliche Impulse dem Denken Martin Bubers, Hermann Cohens und der Auslegungstradition der Rabbinen verdankt, wie diese sich von den Midraschim bis in die neuere jüdische Religionsphilosophie niederschlägt: Die biblischen Texte zeugen selbst bereits von Auslegung; hier hat die Analyse einzusetzen, indem sie die Momente der innerbiblischen Schriftauslegung aufgreift und methodisch reflektiert fortführt. Mit den Texten selbst steht so auch der moderne, literaturwissenschaftlich argumentierende Interpret in einem umgreifenden und niemals abzuschließenden Auslegungszusammenhang. Reviews ... Gumpertsweiträumige, sprachlich souveräne Studie ... Claudia Albert, Germanistik, 3-4/2004 ... Gumperts weiträumige, sprachlich souveräne Studie führt mit George Steiner und Emmanuel Lévinas zur »sprachlichen Verfasstheit der Kunstwerke« […], die ihrerseits den Leser existenziell herausfordern kann. Claudia Albert, Germanistik, 45/2004