-› ISBN 978-3-928034-97-5 To put a book into the basket simply fill in the number of copies you wish to order and click the button labeled 'Order'.
Würzburger Forschungen zur AltertumskundeBand 2 Wacker, Christian Das Gymnasion in Olympia Geschichte und Funktion 1996. 250 S. 82 Abb. - 170 x 240 mm. Kartoniert
In dem antiken Reiseschriftsteller Pausanias sieht die Altertumswissenschaft eine der wichtigsten Quellen zur Lokalisierung der Bauwerke Olympias. Als Informant über Gestalt und Funktion des Gymnasion erweist er sich als unzuverlässig. Nur durch das Studium der bekannten Gymnasien Griechenlands ist ein Bild vom Treiben in der olympischen Anlage möglich. Die Palästra wurde in der ersten Hälfte des 3. Jhs. v. Chr. errichtet. Weitere Bauten wurden im Verlauf der hellenistischen Zeit im Gymnasion hinzugefügt, das bis in die Kaiserzeit hinein frequentiert wurde. Wer aber stiftete ein derart monumentales Gebäude wie die Palästra? Welche Rolle spielte der Heroenkult im antiken Gymnasion? Wie verhalten sich Heroon und Gymnasion zueinander?Wie hat man sich den gymnasialen Betrieb in Olympia vorzustellen? Sportliche Aktivitäten spielten keine allzu wichtige Rolle. Philostratos weist darauf hin, daß das Training in Olympia verboten war. Gerade dieser antike Schriftsteller, aber auch Lukian, Dio Chrysostomos u.a. beschreiben ein Aufgabenfeld Olympias, in dem das Gymnasion eine wichtige Rolle spielen mußte. Olympia war der Platz, an dem sich regelmäßig ein internationales Publikum einfand, vor dem sich Redner profilieren, Philosophen bewähren, Künstler präsentieren und Lehrer vorstellen konnten. Speziell Wanderlehrer waren an Plätzen anzutreffen, an denen sie interessiertes und zahlungskräftiges Publikum vorfanden. Das Gymnasion in Olympia gehörte sicher dazu.