-› ISBN 978-3-932004-82-7 To put a book into the basket simply fill in the number of copies you wish to order and click the button labeled 'Order'.
Zwischen Orient und OkzidentBand 5 Radjaie, Ali Das profan-mystische Ghasel des Hafis in Rückerts Übersetzungen und in Goethes "Divan". Mit einem Vorwort von Annemarie Schimmel 1998. 361 S. - 155 x 225 mm. Kartoniert
Goethes Hinwendung zur orientalischen Poesie und insbesondere seine Begeisterung für die polyfuntionale Dichtung des Hafis finden ihren Niederschlag nicht alleine in seinem Spätwerk, sondern auch bei Friedrich Rückert, einem der genialsten Übersetzer der epochemachenden "Weltliteratur", worauf die mehrfach preisgekrönte Orientalistin Prof. Dr. Annemarie Schimmel in ihrem Vorwort verweist. Einleitend in die vorliegende Arbeit wird "die Rezeption orientalischer Poesie in Deutschland" in groben Zügen umrissen. Die Erforschung der streng aufgebauten und zierlichen Form des persischen und des deutschen Ghasels, sowie seine Charakteristika und seine Hauptvertreter bereiten den Leser für die nächsten Kapitel vor. Daraufhin werden verschiedene Dimensionen der Dichtung des weltbekannten persischen Dichters Hafis (1320/26-1389) gründlich analysiert: In zwei groß angelegten Hauptabschnitten werden "formal-stilistische", "metrisch-musikalische" und insbesondere "inhaltliche" Merkmale seiner Poesie sowie seiner vielfältigen deutschen Übersetzungen untersucht. Der Autor vergleicht den persischen Originaltext mit einigen deutschen Übersetzungen (Hammer-Purgstall, Atabay, Rosenzweig, Bürgel) und gelangt zu der Meinung, daß die formgetreue Übersetzung von Friedrich Rückert dem Urtext am nächsten steht und sie zeichnet sich aus unterschiedlichen Gründen besonders aus. Der west-östliche Divan von Goethe, teilweise sein Spätwerk und Rückerts Gesamtwerk begleiten den Leser bei den Gedichtkommentaren der darauffolgenden Kapitel in die geistig-übersinnliche Welt des Hafis. Der Verfasser versucht, die Hintergründe der "profan-mystischen" Poesie des Dichters plausibel zu machen, seine stilistischen Besonderheiten herauszukristallisieren, und der Jahrhunderte alten Diskussion um geradezu gegensätzliche Deutungen seiner Gedichte neue Impulse zu geben. Des weiteren wird geistige Interferenz der west-östlichen Literaturen in dieser Untersuchung aufgezeigt und auf die markante Rolle der Übersetzung bei der interkulturellen Vermittlung konkret hingewiesen.