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-› ISBN 978-3-933563-47-7

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MISK. Mitteilungen zur Sozial- und Kulturgeschichte der islamischen Welt

Band 7
Springberg-Hinsen, Monika
Die Hil'a
Studien zur Geschichte des geschenkten Gewandes im islamischen Kulturkreis
2000. 280 S. - 155 x 225 mm. Kartoniert

For more than 1000 years the Islamic world knew the "hilca," a single "robe of honor" or an ensemble cosisting of one ore more garments, jewellery and weapons, which the ruler bestowed upon deserving subjects on special occasions. Medieval Muslim historians first mentioned the hilca as a token of distinction and reward, but also as a symbolic gift guaranteeing the personal security of the recipient. Ssubsequently the hilca acqured the function of a "robe of investiture," conveying power and authority on viziers, governors, civil servants, judges etc.
Aspects oft gift-giving at the courts of oriental rulers have been touched in some studies, but the phenomenon of the hilca hasd not been the subject of thorough analysis. This monograph traces the evolution of the hilca and ist varied functions from ist pre-islamic origins through ist rise and golden age under the Abbasids and their successors down to ist decline and virtual disappearance in the 19th century.

Über einen Zeitraum von mehr als 1000 Jahren war im islamischen Kulturkreis das Phänomen der "Hilca" weit verbreitet , eines gemeinhin mit "Ehrengewand" übersetzten besonderen Kleidungsstücks oder Ensembles aus Gewand, Schmuck und Waffen, das der Herrscher zu besonderen Anlässen verlieh. Die Hilca, deren Ursprünge in vorislamischer Zeit zu suchen sind, begegnet in den Werken mittelalterlicher muslimischer Historiographen zunächst nur als ZTeichen herrscherlicher Gunst zur Ehrung und Belohnung, aber auch als Garantiezeichen für die Schinung von Leib und Leben. Später kam die Funktion als Investiturgewand, mit dem Vollmachten und Amtsbefugnisse übertragen wurden, hinzu.
Zwar ist die Rolle des Geschenkwesens an den Höfen orientalischer Herrscher in der Forschung verschiedentlich gewürdigt worden, doch existiert bisher keine Gesamtdarstellung zur Hilca. Die Untersuchung hat sich daher zum Ziel gesetzt, die Entwicklung des Phänomens " Hilca" von den Anfängen über die Entfaltung und Hochblüte unter den Abbasiden und ihren Nachfolgern bis zum Niedergang im 19. Jahrhundert nachzuzeichnen. Dabei wird auch der Gabencharakter der Hilca vor dem Hintergrund religionsphänomenologischer Erkenntnisse und der Untersuchungen des französischen Soziologen Marcel Mauss über die Funktion von Gaben in archaischen Gesellschaften betrachtet.

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