Ergon in der Presse

Hier stellen wir regelmäßig News und aktuelle Rezensionen für Sie zusammen.

News

Ergon gründet neue Zeitschrift „Diyâr“

Ergon präsentiert neu gegründete, interdisziplinäre und Regionen übergreifende wissenschaftliche Fachzeitschrift „Diyâr – Zeitschrift für Osmanistik, Türkei- und Nahostforschung“.

Der Ergon Verlag, seit 2017 ein Verlag in der Nomos Verlagsgesellschaft, gründet die neue interdisziplinäre und Regionen übergreifende wissenschaftliche Fachzeitschrift „Diyâr – Zeitschrift für Osmanistik, Türkei- und Nahostforschung“. Der Zuwachs erweitert das umfassende Zeitschriftenprogramm bei Nomos in einem ganz neuen Themengebiet. Ab Frühjahr 2020 erscheint das Journal zweimal jährlich bei Ergon.

„Diyâr“ beschäftigt sich mit der Türkei, dem Osmanischen Reich und seinen Nachfolgestaaten, Iran, Zentralasien und dem Kaukasus sowie den Sprachen und Kulturen, der Geschichte und Gegenwart der unterschiedlichen turk- und iranischsprachigen Volksgruppen, Dynastien und Staaten sowie anderer in diesen Staaten lebender ethnolinguistischer und religiöser Gruppen. Herausgegeben wird die Zeitschrift von der Gesellschaft für Turkologie, Osmanistik und Türkeiforschung e.V. (GTOT), die 2011 in Istanbul als wissenschaftliche Dachorganisation und Interessenvertretung gegründet wurde.

Prof. Dr. Yavuz Köse, Vorsitzender der GTOT und Professor am Institut für Orientalistik an der Universität Wien, freut sich über die Neugründung: „Mit Ergon verbindet die Turkologie bereits eine langjährige fruchtbare Kooperation, z.B. durch die Reihe „Istanbuler Texte und Studien“ (ITS). Die Zeitschrift Diyâr möchte neben VertreterInnen der internationalen Turkologie, Iranistik und Nahoststudien vor allem auch WissenschaftlerInnen aus den Nachbardisziplinen wie etwa den Geschichts-, Kultur-, Sozial- und Politikwissenschaften ansprechen. Die auf Basis von Originalquellen mittels inter- und transdisziplinärer Methoden verfassten Beiträge bieten spannende Perspektiven auf Regionen, die historisch wie gegenwärtig aufs engste mit Europa verflochten sind.“

„Die Turkologie verbindet per se nicht nur mehrere Kulturkreise, sondern ist geradezu prädestiniert für Inter- und Multidisziplinarität“, so Dr. Martin Reichinger, Programmleiter bei Nomos für die Sozial- und Geisteswissenschaften. „Diyâr passt daher wie maßgeschneidert zu dem disziplinübergreifenden Programm des Ergon Verlags und ist auf dem deutschen Wissenschaftsmarkt ein echtes Novum. Mit dem starken Format des begutachteten Journals wollen wir die internationale Sichtbarkeit für die gesamte Turkologie erhöhen.“

„Diyâr“ hat den Anspruch, aufgrund der inhaltlichen Fokussierung und der hohen Standards beim Peer-Review Verfahren zu einem international führenden wissenschaftlichen Periodikum der turkologischen und iranistischen Forschung zu werden. Die Beiträge werden in deutscher, englischer und französischer Sprache veröffentlicht. Über die Nomos eLibrary sind die Heftausgaben weltweit zugänglich. Weitere Informationen sowie ein aktueller Call for Papers sind hier zu finden.

 

Ergon in Buchmarkt: 30-jähriges Jubiläum mit Neuauflage des Koran gefeiert

Ergon und der Koran – eine Liebesgeschichte: Der Ergon Verlag feiert in diesem Jahr 30-jähriges Jubiläum. Untrennbar mit dem Erfolg des Verlages verbunden: Die Edition des Korans in der Übersetzung von Friedrich Rückert.

Auf sein 30-jähriges Bestehen blickt der Ergon Verlag in diesem Jahr zurück. 1989 in Würzburg gegründet, hat sich der Verlag bis heute mit seinen 1.500 lieferbaren Titeln zu einem angesehenen geisteswissenschaftlichen Fachverlag entwickelt, rund 70 neue Bücher kommen jedes Jahr hinzu. Seit 2017 ist Ergon Teil der Nomos Verlagsgesellschaft und wird seit 2018 am Standort Baden-Baden als eigenständiger Verlag mit eigenem Programm und Lektorat weitergeführt. Untrennbar verbunden mit dem Erfolg des Verlages ist die Edition des Korans in der Übersetzung von Friedrich Rückert, herausgegeben und kommentiert von Hartmut Bobzin und Wolfdietrich
Fischer. 2018 wurde das Werk neu gestaltet und neu aufgelegt, was Anlass zu einem Rückblick auf die Verlagsgeschichte und auf die bedeutende Rolle gibt, die dem Rückert-Koran darin zukam.

Mit einem einzigen Buch – einer Vortragssammlung zum Thema „Wieviel Garten braucht der Mensch“ – bestritt Verlagsgründer Dr. Hans-Juergen Dietrich 1990 den ersten Auftritt des Ergon Verlags auf der Frankfurter Buchmesse. Was romantisch und anekdotisch klingen mag, verlief jedoch gerade in den ersten Jahren durchaus mühsam: Nur schleppend kam der Sortimentsausbau voran und nur langsam konnte sich der Verlag einen Platz in der wissenschaftlichen Community erarbeiten.

Zum Glücksfall geriet in den ersten Jahren nach der Verlagsgründung die Kooperation mit der Rückert-Gesellschaft e.V. Schweinfurt. Mit dem Jahrbuch der Gesellschaft und der Schriftenreihe “Rückert zu Ehren“ erhielt das schmale Portfolio des Verlages gewichtigen Zuwachs und die einzigartige Chance, im Jahr 1995 die literarische Übertragung des Korans von Friedrich Rückert in profunder Edition zu verlegen.

In rascher Folge erschienen in den großen deutschsprachigen Tages- und Wochenzeitungen Besprechungen, und insbesondere die ausgesprochen positive Rezension von Annemarie Schimmel – Trägerin des Friedenspreises des deutschen Buchhandels – würdigte die Koranedition publikumswirksam. Über Nacht war Ergon bekannt geworden und das kleine Team fast überrumpelt vom unerwarteten Erfolg der Koranausgabe. In Sonderschichten bewältigten die Mitarbeiter die große Nachfrage. Schnell folgten die zweite und dritte Auflage und schließlich im September 2001 die vierte Auflage.

Beim Übergang des Ergon Verlages in die Nomos Verlagsgesellschaft gab es somit keinen geeigneteren Titel für eine repräsentative Neuauflage: Fadengeheftet und mit zeitgemäßem Outfit und Layout ist der Vorzeigetitel des Verlages jetzt in fünfter Auflage wieder lieferbar.

Heute ist der Ergon Verlag in zahlreichen kultur- und geisteswissenschaftlichen Disziplinen präsent: Die Sparten Literaturwissenschaft und Orientalistik entwickelten sich rasch weiter. Mit den Orient-Instituten in Beirut und Istanbul konnte Ergon zwei bedeutende deutsche Forschungseinrichtungen samt ihren anerkannten Publikationsreihen ins Sortiment einbinden. Internationales Parkett betrat der Verlag mit der Betreuung der International Society of Knowledge Organization, deren informationswissenschaftliche Zeitschrift Knowledge Organization mittlerweile im 46. Jahrgang über alle Kontinente vertrieben wird. Der Sonderforschungsbereich 948 Helden – Heroisierungen – Heroismen, das Graduiertenkolleg 1767 der DFG Faktuales und fiktionales Erzählen sowie das Exzellenzcluster Religion und Politik der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster, u.a. vertreten durch den Leibniz-Preisträger Thomas Bauer, stellen mit ihren Publikationsreihen gegenwärtig Leuchttürme im wissenschaftlichen Programm von Ergon dar. Die Bereiche Philosophie, Pädagogik, Geschichte, Religionswissenschaft, Politikwissenschaft und Rechtswissenschaft runden das Portfolio ab.

 

Beitrag veröffentlicht in BuchMarkt, Juli 2019, 70

Ergon im Fachbuchjournal: Ein Verlagsportrait

Ergon ist ein geistes- und sozialwissenschaftlicher Fachverlag mit fast dreißigjähriger Tradition und internationalem Renommee.

Jährlich erscheinen rund 80 Werke ausgesuchter Forschungsliteratur. Das Portfolio erstreckt sich auf die Fachbereiche Philosophie, Politikwissenschaft, Geschichte, Recht, Religionswissenschaft, Pädagogik, Soziologie, Orientalistik, Literaturwissenschaft, Kunst- und Altertumswissenschaft sowie Informationswissenschaft. Ergon wurde 1989 von Dr. Hans-Jürgen Dietrich in Würzburg gegründet und widmete sich zunächst der publizistischen Betreuung der Rückert-Gesellschaft in Schweinfurt. Bedeutungsvoll für die Verlagsentwicklung war die Edition der herausragenden Koranübersetzung Friedrich Rückerts, die große Aufmerksamkeit in der Fachpresse erhielt. Nachdem die Schwerpunkte der Verlagsarbeit zunächst auf Orientalistik und Literaturwissenschaft lagen, weitete sich das Programm im Laufe der Zeit im Bereich der Geistes- und Sozialwissenschaften kontinuierlich aus. Heute betreut Ergon zahlreiche Schriftenreihen von Universitäten und Forschungseinrichtungen, beispielsweise der Orient-Institute (Max Weber Stiftung) in Beirut und Istanbul, des Sonderforschungsbereichs 948 Helden – Heroisierungen – Heroismen an der Universität Freiburg oder des Exzellenzclusters Religion und Politik an der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster. Die International Society of Knowledge Organization (ISKO) publiziert nicht nur ihre achtmal im Jahr erscheinende Zeitschrift Knowledge Organization bei Ergon, sondern auch Tagungsbände und Monographien.

Ergon in der Nomos Verlagsgesellschaft

Seit Juli 2017 ist Ergon Teil der Nomos Verlagsgesellschaft und wird dort als eigenständiger Verlag weitergeführt. Im jüngst fertiggestellten Anbau am Nomos Hauptgebäude in Baden-Baden hat die neue Verlagsschwester einen attraktiven Standort gefunden. Mit einem engagierten Team aus erfahrenen und neu hinzugewonnenen Kräften wird das Ergon-Programm nun gezielt weiterentwickelt. Unter anderem wird der Orientalistik die Byzantinistik an die Seite gestellt, Kunst- und Altertumswissenschaften werden ausgebaut sowie Musik- und Theaterwissenschaft installiert. Neu gegründet wurde Diyâr, eine interdisziplinäre und Regionen übergreifende Fachzeitschrift, die von der Gesellschaft für Turkologie, Osmanistik und Türkeiforschung e. V. (GTOT) herausgegeben wird. Diyâr beschäftigt sich unter anderem mit Geschichte, Sprachen und Kulturen der Türkei, des Osmanischen Reiches und seiner Nachfolgestaaten, Irans, Zentralasiens und des Kaukasus sowie weiterer turk- und iranischsprachiger Volksgruppen. Die erste Ausgabe wird im Frühjahr 2019 erscheinen.

Verlagsphilosophie

Insbesondere im Bereich der Autorenbetreuung wird Ergon die bisherige Verlagsphilosophie weiter pflegen. Hier gibt es noch den sogenannten „Maßanzug”, das in Ausführung und Abwicklung individuell auf die Bedürfnisse des Publizierenden zugeschnittene Buchprojekt. Diese Betreuungsqualität, die insbesondere die langjährigen Ergon-Kunden schätzen, soll auch weiterhin erhalten bleiben. Viele Verbindungen zu Forschungsinstitutionen bestehen schon sehr lange. Diese Kunden sind Ergon treu geblieben, weil sie hier Leistungen erhalten, die anderswo nicht mehr selbstverständlich sind. Dazu gehört zum einen die individuelle grafische Gestaltung der Produkte, ein sorgfältiger Satz und die engagierte Kundenberatung in jedem Stadium des Publikationsprozesses. Für die Herstellung von Werken aus dem Bereich der Orientalistik steht mit Thomas Breier ein erfahrener Arabist zur Verfügung, der die besonderen Anforderungen im Schriftbild kompetent zu erfüllen versteht. Durch den Anschluss an Nomos sind nun zusätzliche Ressourcen verfügbar, die für eine günstige Verlagsentwicklung genutzt werden können. So wird die starke Marketing-Abteilung des Hauses eine engagierte Bewerbung der Titel in einschlägigen Fachorganen gewährleisten ebenso wie der international gut vernetzte Vertrieb und die Herstellungsabteilung von Nomos künftig auch für Ergon zur Verfügung stehen werden.

Neue Chancen durch digitale Wissensvermittlung

Mit dem Übergang von Ergon in die Nomos Verlagsgesellschaft finden die Titel des Verlags nun auch Aufnahme in die Nomos eLibrary. Über diese hochentwickelte Internet-Plattform, die bereits seit sechs Jahren besteht, sind inzwischen mehr als 8.500 Buchpublikationen und 2.500 Zeitschriftenhefte zugänglich. Hohe Benutzerstandards, breit gefächerte, qualitätvolle Inhalte und ein engagiertes Marketing sichern der Nomos eLibrary eine exzellente Resonanz unter den Fachbibliotheken weltweit. Mit der digitalen Verbreitungsform besitzt nun auch Ergon die Möglichkeit, die internationale Sichtbarkeit seiner Wissenschaftstitel zu gewährleisten – ein maßgeblicher Schritt in die Zukunft. Ausgewogene Finanzierungsmodelle für Open Access-Stellung sollen das Angebot abrunden und den Verlag für Forschungsinstitutionen noch attraktiver machen.

Ergon in diesem Herbst

Wissenschaftsliteratur auf höchstem Qualitätsniveau und in hochwertiger Ausstattung – das ist der Anspruch, mit dem das Ergon-Programm auch in diesem Herbst antritt. Der von Leibnitz-Preisträger Thomas Bauer und Anke Osigus herausgegebene Band Der Dīwān des Ibrāhīm al-Mi‘mār macht erstmalig das Werk eines der bedeutendsten arabischen Dichter des 14. Jahrhunderts in kommentierter Übersetzung zugänglich und liefert einen maßgeblichen Beitrag zur kulturgeschichtlich orientierten arabischen Sprachwissenschaft. Mit einer Publikation zu Diversity and Contact among Singer- Poet Traditions in Eastern Anatolia führt das Orient-Institut Istanbul seine bereits fünf einschlägige Bände umfassenden musikhistorischen Untersuchungen fort.
An aktuelle gesellschaftliche Diskurse knüpft Asligül Aysels Untersuchung Vom „Gastarbeiter“ zum „Deutschtürken“ an. Die Autorin nimmt darin Einblick in die Lebenswelt türkischer Familien in Duisburg und hinterfragt Transformationsprozesse im Selbstverständnis der Generationen. Der von Béatrice Hendrich herausgegebene Band Muslims and Capitalism wiederum greift das zwiespältige Verhältnis des Islam zu westlichen Wirtschaftssystemen auf und thematisiert die Möglichkeit eines „dritten Weges“ zwischen Kommunismus und Kapitalismus, der muslimischen Gesellschaften eine unabhängige Entwicklung zu Wachstum und Wohlstand sichern soll.
Auch die Frage nach den historischen Quellen von Geschlechterrollen stellt sich immer wieder aufs Neue. So werden im Sammelband God‘s Own Gender?, herausgegeben von Daniel Gerster und Michael Krüggeler, die religiösen Voraussetzungen von Männlichkeitsbildern in unterschiedlichen Kulturkreisen untersucht, während in Tracing the Heroic through Gender, einer Veröffentlichung des Sonderforschungsbereichs 948 an der Universität Freiburg, der Vielfalt und dem Wandel geschlechterbedingter Heroisierungskonzepte nachgespürt wird. Einen maßgeblichen Akzent im aktuellen Verlagsprogramm setzt auch die fünfte, durchgesehene und neu gestaltete Auflage der bedeutenden Koran-Übersetzung Friedrich Rückerts. Rückert, dem großen deutschen Dichter und Mitbegründer der europäischen Orientalistik, gelang es, die Reimform des Koran mit zu übertragen. Seine Übersetzung bietet die einzigartige Möglichkeit, sich dem Surentext nicht nur über dessen Inhalt, sondern auch über die Qualität seiner Sprache zu nähern. Die Neuausgabe dieses Werkes, das den Aufschwung von Ergon einst begründete, steht nun auch am Anfang einer neuen Ära in der Verlagsgeschichte.

 

Holger Schumacher, Programmverantwortlicher des Ergon-Verlags
Beitrag veröffentlicht im Fachbuchjournal, 5/2018, 65

Rezensionen

Holtmann - Ellen Ammann - Eine intellektuelle Biographie

»Diakonin aus Leidenschaft«

»ein mustergültig solides Buch«
Franz Josef Scheeben, Kirche + Leben 10/2020, 8

Holtmann - Ellen Ammann - Eine intellektuelle Biographie

Németh - Kyūdō im Wandel

»einmalig umfassend dokumentiert, klug aufbereitet und verständlich dargestellt«

»Die Autorin hat den Wandel des japanischen Bogenschießens bzw. des Verständnisses von Kyudo in der japanischen Moderne, und nicht nur dort, einmalig umfassend dokumentiert, klug aufbereitet und verständlich dargestellt.«
Traditionell Bogenschiessen, 1/2020, 69

Németh - Kyūdō im Wandel

Zamirirad - Irans Atomdiskurs

»eine aufschlussreiche Rekonstruktion«

»Eine aufschlussreiche Rekonstruktion der inneriranischen Debatte über das Atomabkommen.«
Prof. Dr. Michael Staack, FAZ 28.04.2020, 6

Zamirirad - Irans Atomdiskurs

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