Startseite | Reihen und Herausgeber | Dissertation veröffentlichen | Autorenbereich | Presse | Über den Verlag | Kontakt | AGB | Datenschutzerklärung | Impressum   
Philosophie Politikwissenschaft Geschichte Recht Religionswissenschaft Pädagogik/Soziologie Orientalistik Literaturwissenschaft Kunst/Altertumswissenschaft Informationswissenschaft Zeitschriften Varia Ebooks
Monografien Bibliotheca Academica Faktuales und fiktionales Erzählen Germanistische Literaturwissenschaft Jahrbuch der Rückert-Gesellschaft Klassische Moderne Literarische Praktiken in Skandinavien Literatura Literatur - Kultur - Theorie Rückert zu Ehren Schweinfurter Archiv- und Bibliotheksinventare

Band 7

Zarzutzki, Sara Alexandra
Literarischer Muttertod
Erinnerungsverhalten und Identitätskonstruktion in der deutschsprachigen Gegenwartsprosa

2014. 286 Seiten – 155 x 230 mm. Festeinband
ISBN 978-3-95650-060-2


Keywords: Muttertod | Narrativ | Mutterfigur | Thomas Bernhard | Charlotte Kerner | Evelyn Grill | Katharina Hagena | Angelika Overath

 

45,00 EUR

Produkt-ID: 978-3-95650-060-2  

incl. 7% USt.

Lieferbar in 3-5 Werktagen  
 
Anzahl:   St


Tote Mütter sind in der deutschsprachigen Gegenwartsliteratur äußerst präsent. Als Variante der Verbindung von Weiblichkeit und Tod ist das Motiv des Muttertodes traditionell in der Metaphorik der kulturellen Geburt verankert und steht in einem ambivalenten Verhältnis zur Selbstschöpfung. Der literarische Muttertod wird somit für ein Identitätsnarrativ wirksam, das zwischen Nekrolog und Biografie angesiedelt ist. Da die Mutterfigur zudem der Verkörperung literarischer Traditionen dienen kann, besitzt das Motiv eine poetologische Dimension.
Anhand ausgewählter Romane von Thomas Bernhard, Charlotte Kerner, Evelyn Grill, Katharina Hagena und Angelika Overath betrachtet die Verfasserin das Motiv des Muttertodes in Zusammenhang mit der Erinnerungsdarstellung und der Gedächtnismetaphorik. Die narratologische Untersuchung, die geschlechtertheoretische Annahmen einbezieht, wird durch eine intertextuelle Lektüre ergänzt. So wird aufgezeigt, dass das Erinnerungsverhalten der Figuren mit dem jeweiligen ‚Gedächtnis der Literatur' korrespondiert. Dabei erweist sich sowohl der intertextuelle Umgang mit literarischen Traditionen als auch das Erinnerungsverhalten als offen für ironische Brüche, Verzerrungen und Umdeutungen. Als kulturell aufgeladene Figur, deren Künstlichkeit offengelegt wird, bleibt die tote Mutter konstitutiv für die Identitätskonstruktion.

Buchinformation [48 KB]