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Band 7

Bar-Chen, Eli
Weder Asiaten noch Orientalen
Internationale jüdische Organisationen und die Europäisierung "rückständiger" Juden

2005. 180 Seiten – 170 x 240 mm. Kartoniert
ISBN 978-3-89913-477-3

 

28,00 EUR

Produkt-ID: 978-3-89913-477-3  

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Juden werden als Westeuropäer und als integraler Bestandteil des Abendlands betrachtet, so als würde diesen Begriffen keine besondere Problematik innewohnten. Der Überlieferung nach liegt ihre historische Heimat an der Ostküste des Mittelmeers, in Asien, und wird im Süden von Afrika begrenzt. Die Mehrheit der Juden stammt aus islamischen oder osteuropäischen Ländern, deren Zugehörigkeit zum Westen umstritten ist, und nur ein kleiner Teil der jüdischen Welt existierte über Jahrhunderte hinweg in Frankreich, England oder in den deutschsprachigen Ländern, die zum unbestrittenen "Kern des Abendlands" gehören. Die islamische Umgebung und ihr Erbe hinterließen ihre Spuren in der jüdischen Religion, Geschichte und Kultur. In welchem historischen Kontext fingen die Juden an, sich europäisch und westlich zu fühlen und ihre Gleichstellung mit Asiaten und Orientalen als "Problem" und Beleidigung zu rezipieren? Welche Transformation gestaltete das jüdische Bewusstsein, die jüdische Identität in solchem Maß, dass die meisten Juden die historischen Fakten, die sie unzweideutig mit einer nicht-europäischen Welt und Vergangenheit verbinden, nicht annehmen wollen und vielleicht nicht annehmen können? Wie kommt es, dass die Juden trotz der blutigen Erfahrung mit der abendländischen Zivilisation diese immer noch - meistens unreflektiert - als positiv wahrnehmen? Mit diesen Fragen befasst sich das vorliegende Buch. Es sucht die Antworten in der jüdischen und allgemeinen Geschichte des 19. Jahrhunderts - u. a. in der Emanzipation der Juden, im Kolonialismus und in der Entwicklung des Pressewesens - sowie in der Tätigkeit von drei internationalen jüdischen Organisationen, die die Europäisierung der gesamten jüdischen Welt auf ihre Fahnen schrieben.