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Band 25

Gestrich, Constanze – Mohnike, Thomas (Hrsg.)
Faszination des Illegitimen
Alterität in Konstruktionen von Genealogie, Herkunft und Ursprünglichkeit in den skandinavischen Literaturen seit 1800

2007. 300 Seiten mit 5 Abbildungen – 155 x 225 mm. Kartoniert
ISBN 978-3-89913-565-7

 

38,00 EUR

Produkt-ID: 978-3-89913-565-7  

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Familiengeschichten haben bis heute ungebrochen Konjunktur. Die hier entworfenen Konzepte von Verwandtschaft stehen oft im Spannungsfeld von Legitimität und Illegitimität und beziehen nicht selten daher ihre Faszination: Immer wieder geht es um uneheliche Kinder, fehlende Väter und Mütter, gebrochene Familienstrukturen. Dabei erweist sich die Frage nach Herkunft und Ursprung, nach Genealogie und Verwandtschaft als zentral. Alterität wird damit zu einem konstitutiven Element jeder Ursprungserzählung. Diskursiv verbunden mit diesen "kleinen" Geschichten von Verwandtschaft und Familie sind die "großen" Herkunftserzählungen, die der Herstellung kollektiver Identitäten dienen, wie z. B. religiöse Ursprungsmythen oder Konzepte von Nation im 19. und 20. Jahrhundert.
Die Denkfiguren von Familie und Verwandtschaft verknüpfen jedoch nicht nur Entwürfe kollektiver und individueller Herkunft, sondern auch Diskurse unterschiedlicher Disziplinen: Philologie, Sprachwissenschaft und Ästhetik, Medizin, Anthropologie und Psychologie, Biologie und Evolutionstheorie, Religionsgeschichte und Mythologie verwenden gleichermaßen Begriffe wie Genealogie, Genus, Gattung, Stammbaum, Verwandtschaft.
Eine wichtige Stellung in der Vermittlung und diskursiven Verknüpfung der großen Herkunftserzählungen und Bildwelten nahm dabei die Literatur im 19., aber auch im 20. Jahrhundert ein. Die Beiträge des vorliegenden Bandes analysieren ihre oft ambivalente Rolle im skizzierten Kontext in Skandinavien und Deutschland ab 1800.