Fachbereich Orientalistik

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Die Orientalistik konstituierte sich früh als eine der Hauptsäulen des Ergon-Verlagsprogramms. Das Engagement in diesem Fachbereich erwuchs aus der Beschäftigung mit Friedrich Rückert, einem der Mitbegründer der europäischen Orientalistik. Die erfolgreiche Herausgabe von Rückerts einzigartiger Koran-Übersetzung erbrachte dem Verlag weitreichende Aufmerksamkeit. Es folgte die verlegerische Betreuung der beiden Orient-Institute (Max Weber Stiftung) in Beirut und Istanbul und renommierter universitärer Forschungsinstitutionen. Ein vielfältiges Reihenportfolio mit breiter thematischer Ausrichtung und hochkarätige Inhalte begründen den Ruf von Ergon als einer der führenden Fachverlage für Orientalistik.

Orientalistik
Orientalistik
Arabische Literatur und Rhetorik – Elfhundert bis Achtzehnhundert (ALEA)
Herausgegeben von Thomas Bauer und Syrinx von Hees

Die Reihe Arabische Literatur und Rhetorik, Elfhundert bis Achtzehnhundert (ALEA) wurde im Rahmen der gleichnamigen Leibnizpreis-Forschungsstelle an der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster gegründet. Die Stelle widmet sich der arabischen Literatur und Rhetorik der späteren Jahrhunderte, die bislang weitgehend vernachlässigt wurden. Grund dafür ist die dominante, ursprünglich westlich-kolonialistische, aber von arabischen Eliten rasch übernommene Vorstellung, einem frühen „Goldenen Zeitalter“ sei eine lange Zeit der Stagnation und des Niedergangs gefolgt, bis im 19. Jahrhundert das islamische „Dornröschen“ von den westlichen Kolonialmächten wachgeküsst wurde.

Dieses Dekadenzkonzept ist nicht nur unzutreffend, sondern hat bis heute politisch manifeste Folgen in arabischen Ländern. So macht etwa die Fixierung auf ein „Goldenes Zeitalter“ eine Anknüpfung an die Geschichte problematisch und begünstigt ideologische Verzerrungen verschiedenster Art. Vor allem aber stehen diese Vorurteile der Rezeption ganzer literarischer Epochen im Wege, in denen einige der faszinierendsten arabischen Texte verfasst wurden.

Schon jetzt zeichnet sich ab, dass das 13. und 14. Jahrhundert in Syrien und Ägypten eine literarische Blütezeit sondergleichen war, in der nicht nur die raffiniertesten hochliterarischen Texte entstanden, sondern auch ein breites literarisches Leben herrschte, an dem auch Menschen aus Handwerker-Schichten wie der Baumeister Ibrahim al-Miʿmār teilhatten.

Dennoch sind zahlreiche Schlüsseltexte dieser Zeit bisher noch nicht ediert, geschweige denn Gegenstand wissenschaftlicher Forschung geworden. Eine bessere Kenntnis der Literatur und Rhetorik dieser Zeit wird unser Verständnis der arabischen Literaturgeschichte sowie der islamischen Kulturgeschichte wesentlich verändern.

zur Reihe
Arbeitsmaterialien zum Orient
Herausgegeben von Bianca Devos, Jens Peter Laut, Ulrich Rebstock und Julian Rentzsch

Seit 1998 erschließen die Arbeitsmaterialien zum Orient in bisher über 30 Bänden mit grundlegender Quellenliteratur und Studien historische und zeitgenössische Wissensgebiete im islamisch geprägten Orient. Meist erstmals werden Schlüsseltexte aus der arabisch- und persischsprachigen sowie der turkophonen Welt dem Lesepublikum im Original und in Übersetzung zur Kenntnis gebracht. Zudem finden literaturwissenschaftliche, religions- und rechtsgeschichtliche sowie wissenschaftshistorische Untersuchungen ihren Platz in dieser Reihe. Die Arbeitsmaterialien mischen sich ein in islamwissenschaftliche und allgemein kulturwissenschaftliche Kontroversen und bereichern die Diskussion mit Argumenten und Standpunkten. Die Reihe präsentiert sich damit auch als ein Schaufenster akademischer Qualifikationsarbeiten und steht dem wissenschaftlichen Nachwuchs ausdrücklich offen.

zur Reihe
Beiruter Texte und Studien (BTS)
Herausgegeben vom Orient-Institut Beirut (Max Weber Stiftung)

Beiruter Texte und Studien (BTS) is the Orient-Institut’s peer-reviewed book series for research on the historic and contemporary Middle East. Since its inception in 1964, the series has published more than 130 books and has served as a platform for innovative studies.

With an established focus on Arabic language and literature, the Levante, and the provinces of the Ottoman Empire, BTS comprises a broad spectrum of themes, methods and periods within the wider region. It documents the rich, diverse history of Middle Eastern Studies and encourages new developments in the field. The series publishes monograph studies, conference proceedings of the OIB and other collective volumes in German, English, Arabic and French.

zur Reihe
Beiträge zur kulturwissenschaftlichen Süd- und Ostasienforschung
Herausgegeben von Eva De Clercq, Bart Dessein, Franziska Ehmcke, Ann Heirman und Andreas Niehaus

Die einzelnen Disziplinen der Süd- und Ostasienforschung wie Indologie, Japanologie, Koreanistik, Sinologie u. a. verstehen sich seit dem cultural turn zunehmend als Kulturwissenschaft(en). Die Reihe „Beiträge zur kulturwissenschaftlichen Süd- und Ostasienforschung“ soll aktuellen und herausragenden Forschungserträgen einzelner asiatologischer Fachdisziplinen, die sich einem kulturwissenschaftlichen Ansatz verschrieben haben, ein Forum bieten, in dem auch Fragen und Problemstellungen unter trans- und interdisziplinärer Perspektive diskutiert werden können.

Die Reihe führt literatur- und gesellschaftswissenschaftliche sowie historische Forschungsansätze ebenso wie Forschungen im Bereich der Medien und der Populärkultur Süd- und Ostasiens unter kulturwissenschaftlicher Perspektive zusammen. In die Reihe aufgenommen werden herausragende Monographien und Dissertationen sowie die Ergebnisse kulturwissenschaftlich orientierter Tagungen in deutscher oder englischer Sprache.

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Beiträge zur Südasienforschung (BSAF)
Herausgegeben von Eva De Clercq, Bart Dessein, Franziska Ehmcke, Ann Heirman und Andreas Niehaus
Bibliotheca Academica – Orientalistik
Herausgegeben vom Ergon Verlag

In der Hausreihe zur Orientalistik werden Monographien und Sammelbände zu ausgewählten Themen der Disziplin veröffentlicht.

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Ex Oriente Lux Rezeptionen und Exegesen als Traditionskritik
Herausgegeben von Dirk Hartwig, Mouhanad Khorchide, Angelika Neuwirth und Martin Tamcke

zur Reihe
Islam & Gender
Herausgegeben von Katajun Amirpur und Dina El Omari

Die Reihe Islam & Gender will zur heftig geführten öffentlichen Debatte wissenschaftliche Beiträge und interdisziplinäre Zugänge zu Genderfragen liefern. Schwerpunkte sind: Gender in Geschichte und Gegenwart, Gender und Gesellschaft, Religion und Gender. Die in der Reihe erscheinenden Bände geben fundierte Einblicke in Theorien, Forschung und Methoden, aber auch in Lebenswirklichkeiten im Generationenwandel.
In der Reihe erscheinen einschlägige Monographien, Sammelbände sowie herausragende Dissertationen und Habilitationsschriften. Sie wendet sich an Forscherinnen und Forscher sowie Studierende der Islamwissenschaft und Islamischen Theologie, Soziologie, Katholischen Theologie, Migrationsforschung und benachbarter Fächer. Und natürlich an Menschen, die sich für den Islam in der gesellschaftlichen Gegenwart interessieren.

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Istanbuler Texte und Studien (ITS)
Herausgegeben vom Orient-Institut Istanbul (Max Weber Stiftung)

Die Reihe des Orient-Instituts Istanbul widmet sich der geschichtlichen und kulturwissenschaftlichen Auseinandersetzung mit Themen aus Türkeiforschung, Osmanistik und Nahoststudien.

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Kultur, Recht und Politik in muslimischen Gesellschaften
Herausgegeben von Thomas Bauer, Stephan Conermann, Sabine Damir-Geilsdorf, Gudrun Krämer, Anke von Kügelgen, Eva Orthmann, Anja Pistor-Hatam, Irene Schneider und Reinhard Schulze

Der Fokus der Reihe Kultur, Recht und Politik in muslimischen Gesellschaften liegt auf islam- und geschichtswissenschaftlichen Studien. Über regionale Grenzen hinweg wird das Zusammenspiel von Religion und Gesellschaft sowie dessen Auswirkungen auf politischer und rechtlicher Ebene beleuchtet.

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Mitteilungen zur Sozial- und Kulturgeschichte der islamischen Welt (MISK)
Herausgegeben von Johann Büssow, Patrick Franke, Jens Peter Laut, Norbert Oberauer, Eva Orthmann und Ulrich Rebstock

Die Reihe publiziert akademische Beiträge zur Sozial- und Kulturgeschichte der islamisch dominierten Welt von den Anfängen des Islams im 7. Jahrhundert bis in die unmittelbare Gegenwart hinein. Entsprechend weit gespannt ist der geographische Fokus der Monographien, der den Raum zwischen Indonesien im Osten bis zum Westrand der arabischen Welt am Atlantik umfasst, aber ebenso das zentralasiatische und subsaharische Gebiet. Auch Arbeiten zum Islam in Deutschland, in Europa und allgemeiner in der nichtislamischen Welt sind willkommen.

Die Bände behandeln unter anderem das islamische Recht, die Koranhermeneutik und die weitere islamische Ideengeschichte, den Sufismus und andere Erscheinungsformen der islamischen Religiosität. Studien zu islamischen Reformbewegungen und zum Islamismus befassen sich mit Gebieten, die auch für ein weiteres akademisches und nichtakademisches Publikum von großem Interesse sind. Das Pressewesen in einzelnen Staaten ist ebenso wie die Musikgeschichte oder die Medizin- und Sexualethik Thema der Reihe. Schließlich sind auch historische Arbeiten im engeren Sinne willkommen: Beiträge etwa zur Stammes-, Dynastien- und Kolonialgeschichte zeugen von dieser thematischen Vielfalt und Offenheit.

In der Reihe erscheinen einschlägige Monographien, Sammelbände sowie herausragende Dissertationen und Habilitationsschriften.

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Muslimische Welten Empirische Studien zu Gesellschaft, Politik und Religion
Herausgegeben von Anton Escher, Albrecht Fuess, Gritt Klinkhammer, Stefan Reichmuth, Paula Schrode und Jörn Thielmann

Die Schriftenreihe verortet sich im Grenzgebiet zwischen Sozial-, Kultur- und Islamwissenschaften. Empirische Sozial- und Kulturwissenschaften (Geographie, Kulturanthropologie, Politikwissenschaft, Religionswissenschaft) sollen mit islamwissenschaftlichen Diskursen und Publikationen ins Gespräch kommen.

Die Beschäftigung mit muslimischen (Lebens-)Welten in transnationaler Perspektive kann wesentlich zur sozialwissenschaftlichen Theoriebildung beitragen, scheint es doch einerseits hier zu sozialen Phänomenen zu kommen, die gängigen sozialwissenschaftlichen Theorien (z.B. zur Modernisierung und Säkularisierung) widersprechen, und können andererseits dort Phänomene wie Globalisierung oder Universalisierung von Lebensstilen beinahe mustergültig illustriert werden.

Die Reihe will durch innovative und interdisziplinäre Arbeiten – Monographien, Dissertationen, Habilitationen und Sammelbände in deutscher und englischer Sprache – zur Entwicklung eines sozial- und islamwissenschaftlichen Diskurses über Fächer- und Regionengrenzen hinweg beitragen.

zur Reihe
Orthodoxie, Orient und Europa
Herausgegeben von Martin Tamcke

Die Veröffentlichungen der Reihe Orthodoxie, Orient und Europa setzen sich mit kulturellen Begegnungen im christlichen Orient auseinander.

Herrnhuter Quellen zu Ägypten

In der Unterreihe stehen Tagebücher und Briefe der Herrnhuter in Ägypten im Fokus.

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Recht, Ethik und Gesellschaft im Vorderen Orient
Herausgegeben von Thomas Eich und Serena Tolino

Die Reihe fokussiert die Beziehung zwischen Recht, Ethik und Gesellschaft im Nahen Osten und in Nordafrika. Sie enthält Arbeiten, die mindestens zwei Forschungsansätze kombinieren oder Werke, die im Schnittfeld von zwei oder mehr Disziplinen liegen (z. B. Nahoststudien und Geschichtswissenschaft, Islamwissenschaft und Gender Studies, Recht und Medizin). Willkommen sind Bücher, die verschiedene textliche sowie mündliche Quellengattungen verarbeiten. In der Reihe erscheinen herausragende Dissertationen und Habilitationen, aber auch Monographien und Sammelbände. Sowohl Themen der Vormoderne als auch der Moderne und Zeitgeschichte werden publiziert. Publikationssprachen sind Deutsch, Englisch und Italienisch.

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Recht, Gesellschaft und Islam
Herausgegeben von Hatem Elliesie

Die Reihe befasst sich mit historischen und gegenwartsbezogenen Ordnungsvorstellungen, sozialen Konfigurationen und Wandlungsdynamiken. Dahingehend fokussiert sie zum einen das islamische Recht, islamisch geprägte Rechtssysteme sowie die islamische Religion selbst. Zum anderen richtet sie ihren Blick auf juridische Praktiken und AkteurInnen, die in unterschiedlichsten gesellschaftlichen Kontexten gänzlich oder zum Teil auf islamische Elemente rekurrieren. Die Untersuchungsfelder sind nicht an einen bestimmten geographischen Raum gebunden.
Konzeptionell ist die Reihe bewusst multi- und interdisziplinär ausgelegt, um die normative und regulative Vielfältigkeit tatsächlich oder vermeintlich muslimisch geprägter Lebenswelten einem breiteren Fachpublikum zugänglich zu machen. Die vielfältigen Wechselwirkungen werden insbesondere mit empirischen, theoretischen und hermeneutischen Forschungsansätzen beleuchtet. In der Reihe erscheinen Monographien, Sammelbände und wissenschaftliche Qualifikationsarbeiten der Geistes- und Sozialwissenschaften.
St. Petersburg Annual of Asian and African Studies
Studien zur Turkologie und Orientalistik
Herausgegeben von Julian Rentzsch

Die Reihe Studien zur Turkologie und Orientalistik stellt ein Forum für wissenschaftliche Arbeiten zu unterschiedlichen die Türkvölker und ihre Nachbarn betreffenden Gebieten dar. Ein inhaltlicher Schwerpunkt liegt auf sprachwissenschaftlichen und literaturwissenschaftlichen Untersuchungen, aber auch andere thematische Felder finden Berücksichtigung. Sowohl synchrone als auch diachrone Studien sind willkommen. Aufnahmekriterien sind Originalität, fachliche Relevanz und eine herausragende wissenschaftliche Qualität. Die Reihe umfasst Monographien, Sammelbände, Konferenzbände, Texteditionen sowie herausragende Dissertationen und Habilitationsschriften. Überwiegende Publikationssprachen sind Deutsch und Englisch. Auch Arbeiten in türkischer Sprache von besonderer Relevanz werden berücksichtigt.
Zeitschrift Diyâr
Herausgegeben von der Gesellschaft für Turkologie, Osmanistik und Türkeiforschung e. V. (GTOT e. V.)

Diyâr ist eine neue interdisziplinäre und Regionen übergreifende wissenschaftliche Fachzeitschrift. Sie beschäftigt sich mit der Türkei, dem Osmanischen Reich und seinen Nachfolgestaaten sowie mit Iran, Zentralasien und dem Kaukasus. Thematisiert werden Sprache, Kultur, Geschichte und Gegenwart der unterschiedlichen turk- und iranischsprachigen Volksgruppen, Dynastien und Staaten sowie anderer in diesen Staaten lebender ethnolinguistischer und religiöser Gruppen.

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