Herausgegeben von Tuba Işık, Elisabeth Naurath und Imran Schröter
Die Islamische Religionspädagogik ist ein junges Fach in der deutschen Hochschullandschaft. Sie steht im engen Zusammenhang mit der Einrichtung Islamisch-theologischer Studien in Deutschland. Darüber hinaus ist sie unmittelbar verbunden mit den unterschiedlichen Umsetzungen von Islamischem Religionsunterricht in einzelnen Bundesländern. Sie entwickelt daher Theorien zur Praxis religiöser Bildungs- und Lernprozesse, die im Kontext pluraler Gesellschaft ermöglicht und optimiert werden sollen. Das interreligiöse Lernen spielt in diesem Zusammenhang eine große Rolle und bedarf der Vertiefung. Eng mit der Islamischen Religionspädagogik verbunden ist eine interreligiöse Religionspädagogik, die islamische Bildungskontexte bewusst in dialogische und kooperative Lernsettings mit anderen religiösen und weltanschaulichen Traditionen einbettet. Die Reihe nimmt daher ausdrücklich auch Perspektiven einer interreligiösen Religionspädagogik auf, die Begegnung, Dialog und gemeinsame Verantwortungsübernahme in pluralen Gesellschaften theoretisch reflektiert und didaktisch fruchtbar macht.
Die Schriftenreihe möchte sich in theoretischer und praktischer Perspektive mit allen Teildisziplinen und Aufgabenbereichen um die Anforderungen und Herausforderungen islamischer religiöser Bildung und Erziehung auseinandersetzen. Zugleich richtet sie den Blick auf interreligiöse Bildungsprozesse in Schule, Gemeinde und weiteren Bildungsräumen und fragt nach Konzepten, die ein gemeinsames Lernen von Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen unterschiedlicher religiöser Zugehörigkeit ermöglichen und reflektieren.
In der Reihe erscheinen innovative Dissertationen und Habilitationsschriften. Ebenfalls publiziert werden Sammelbände, Tagungsbände sowie einschlägige Monographien in vornehmlich deutscher, aber auch in anderen Sprachen. Auch empirische Arbeiten (qualitativ und quantitativ) finden darin Platz. Besonders willkommen sind Studien, die islamische und interreligiöse Perspektiven miteinander verschränken und neue Modelle dialogischer, konfliktsensibler und diversitätsbewusster religiöser Bildungs- und Lernprozesse entwickeln.
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